Waldbrandwarnstufen beim BMLEH nicht verfügbar
Ein schönes Beispiel für die Nutzung moderner digitaler Informationskanäle und den verantwortungsvollen Umgang mit Daten liefert zurzeit das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (BMLEH).
In Zeiten extremer Hitze muss der fleißige Gärtner manchmal von liebgewordenen Bräuchen abweichen. Dazu gehört unter anderem auch das Verbrennen von Ästen und Zweigen wie sie beim Schneiden von Bäumen und Sträuchern halt so anfallen. In Brandenburg ist dabei ein Feuer von 1 x 1 m erlaubt, wenn der Mindestabstand zum Wald von 50 m eingehalten wird und kein starker Wind weht. Diese pauschale Erlaubnis erlischt natürlich, wenn eine Waldbrandwarnstufe ausgerufen wird.
Die Waldbrandwarnstufen für die Landkreise werden von vorgenanntem Ministerium auf der Webseite polizei.brandenburg.de in Form einer Tabelle bereitgestellt. Dabei ist man bei der Umsetzung der DSGVO offenbar etwas über das Ziel hinausgeschossen. Wie Sie dem nachstehenden Bild entnehmen können, findet sich bei allen Landkreisen am 09.07.26 der Eintrag:“ keine Daten verfügbar“.

Natürlich kann eine gescheiterte Datenübertragung schon mal auftreten. In einem solchen Fall sollte auf der Webseite ein entsprechender Hinweis für den informationshungrigen Bürger stehen, zusammen mit Informationen zu alternativen Quellen. Offensichtlich hat das aber weder die zuständigen Mitarbeiter des Landwirtschaftsministeriums noch die für das Hosting der Seite verantwortlichen Fachkräfte interessiert.
Dass die Bürger angesichts solcher Nachlässigkeiten kein Verständnis für die Privilegien der Beamten haben, ist kein Wunder.


